Für das Magazin Neue Narrative entstand die Konzeption und Gestaltung des Artikels „Mehr Mut zu weiblicher Wut“. Ein Thema, das aktueller kaum sein könnte. Weibliche Wut wird in unserer Gesellschaft noch immer schnell abgewertet oder kleingeredet – dabei steckt in ihr Kraft, Klarheit und Veränderungswille.

Das Layout arbeitet mit kräftigen Orange- und Lilatönen, angelehnt an die historischen Farben der Suffragetten, die für den Kampf um Gleichberechtigung standen. Ergänzt wird dies durch schwarze, grobe Illustrationen und einen springenden Satzspiegel, der bewusst mit klassischen Gestaltungskonventionen bricht – eine visuelle Übersetzung der Wut.


Spannend ist, wie ironisch sich der Prozess selbst zum Thema gefügt hat. „Neues Arbeiten“ bedeutet für viele Unternehmen Transparenz, Wertschätzung und ehrliche Kommunikation. Schön, wenn Worte und Taten zusammenpassen. Umso interessanter, wenn sie es nicht tun.Vielleicht zeigt gerade diese Erfahrung, dass Wut auch ein kreativer Motor sein kann: Sie fordert dazu auf, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und sich nicht mit Hochglanzfassaden zufriedenzugeben.
